Die Initiative sieht vor, in der Verfassung zu verankern, dass «jede Person mit Schweizer einen Dienst zugunsten der Allgemeinheit und der Umwelt lesitet». Damit wären auch alle Schweizerinnen dienstpflichtig und könnten wie die Männer zwischen Militärdienst und Zivildienst wählen. Der Gesetzgeber könnte darüber hinaus vorsehen, dass auch Personen, die nicht die Schweizer Bürgerrecht besitzen, einen Bürgerdienst leisten können.
Konkret würden doppelt so viele Personen wie derzeit zum Dienst an der Gemeinschaft verpflichtet sein. Die jährlichen Kosten für Militär-, Zivildienst und Zivilschutz belaufen sich auf rund 800 Millionen Franken für Erwerbsersatzleistungen (EO) und rund 160 Millionen Franken für die Militärversicherung. Hinzu kommen indirekte Kosten – die schwer quantifizierbar sind –, die durch Abwesenheiten am Arbeitsplatz entstehen. All diese Beträge würden sich verdoppeln.
Dies würde zu einem erheblichen Anstieg der EO-Beiträge führen. Für die Unternehmen würden zudem Tausende von Soldatinnen und Zivildienstleistenden in der Belegschaft fehlen. Und dies in einer Situation, in der der Arbeitsmarkt langfristig angespannt ist, da der Arbeitskräftemangel struktureller Natur ist. Die Annahme dieser Initiative wäre daher mit hohen Sozialabgaben verbunden und vor allem für Unternehmen, insbesondere KMU, problematisch.